17. Mai 2017

Kurzjacke aus Wildlederimitat - Deer and Doe Lupin

Hallo ihr Lieben!

In der Nähwelt gibt es ja so Schnitte, die sehe ich, weiß, dass sie mir gefallen werden, kaufe und vernähe. Und dann gibt es Schnitte, da bin ich mir unsicher, ob das daraus resultierende Kleidungsstück zu mir passt; sowie Schnitte, die nicht zur Jahreszeit passen und daher ebenfalls ein wenig in Vergessenheit geraten. So ist es mir mit der Jacke Lupin von Deer and Doe gegangen. Die fand ich nämlich super, aber vermutlich irgendwann im Winter. Dann habe ich sie zu Beginn des Frühlings wieder auf meiner Pinnwand entdeckt und sofort auf die "Demnächst"-Liste verschoben, in meinem Kopf.


Bei Stoff und Stil habe ich dann tolles Wildlederimitat in vielen Farben gefunden. Ich habe die Rollen gestreichelt und aus dem Regal gezogen und konnte mich ewig nicht entscheiden. Mit Hilfe der anwesenden beratenden Freundin fiel die Wahl dann auf dieses verwaschene Blau. Passend dazu hatte ich mir noch ein schönes flutschiges Blümchenfutter aus Satin ausgesucht. (Beide online nicht verfügbar) Mit den Stoffen war ich schonmal sehr glücklich, aber so ganz habe ich mich nicht getraut, den Zuschnitt und das Nähen anzugehen. Meine Nähmaschine ist am zufriedensten mit Jeans und Baumwolle, alles was nicht so gut - oder zu gut - rutscht, wird oft schwierig. 


Aber all das Zögern nutzt ja doch nichts und bringt vor allem kein neues Kleidungsstück. Also habe ich mich überwunden und den Zuschnitt begonnen. Das war bei dem flutschigen Futter echt kein Spaß. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass Bügelstärke super sein soll, also hatte ich sowas gekauft und auf eine Ecke aufgesprüht. Die war dann halt nicht mehr trocken und flutschig, sondern nass und flutschig. Im Endeffekt war ich aber nur zu ungeduldig, denn als ich ein paar Stunden später mit dem Nähen des Futters begann, war diese Ecke wirklich recht fest geworden. Also unbedingt merken und demnächst rechtzeitig vor dem Zuschnitt aufsprühen. Eigentlich habe ich aber Glück gehabt mit meiner Ungeduld, denn die Stärke geht natürlich nur durch Waschen wieder heraus, und das Wildlederimitat darf nicht gewaschen werden. Ich hätte also vermutlich die Futterjacke nochmal separat waschen müssen, das wäre auch ärgerlich gewesen. Beim Bügeln musste ich übrigens über das Wildlederimitat immer ein Geschirrtuch drüberlegen, das hätte sonst nicht geklappt. Dann ließ es sich aber recht artig platt machen.


Ich habe die Jacke in Größe 42 zugeschnitten, bei einem Probestück sah diese recht gut sitzend aus. Ich bin auch der Meinung, dass sie das jetzt tut, der Herzmann findet sie zu kurz, aber ich vermute, das liegt an dem fehlenden Verständnis für unterschiedliche Möglichkeiten bei Jackenlängen. Die Schulterbreite ist jedenfalls in Ordnung, was schonmal sehr gut ist, da habe ich bei Jacken oft Probleme mit meinen breiten Schultern. Damit die Ärmel an meine Affenarme passen, habe ich sie um 5cm verlängert, weniger hätte es nicht sein dürfen.


Die Schulterriegel kann man optional auch weglassen, ich wollte sie aber haben, ich finde, sie machen auch irgendwie den Look aus. Bei der Entscheidung für Knöpfe habe ich echt lange überlegt, mich dann aber für zwei übrig gebliebene anthrazitfarbene Anorakdruckknöpfe entschieden. So musste ich erstens keinen Knopf durch vier Lagen Wildlederimitat annähen und optisch gefällt mir das auch viel besser als ein Knopf.


Ein bisschen angenervt war ich übrigens nach dem Zuschnitt, der ja doch recht aufwändig war: Da sitzt man mit allen Teilen an der Nähmaschine, schlägt die vorher nur überflogene Anleitung auf und liest erstmal, welche Teile zusätzlich auch noch aus Vlieseline zugeschnitten werden müssen. Argh! Ich hasse das Zeug ja eh, aber wenn es auf den Schnittteilen schon drauf steht, ist die Enttäuschung nicht so groß.


Auf keinem der Bilder könnt ihr die Taschen erkennen. Das war keine Absicht, aber tatsächlich habe ich die auch ein bisschen verhunzt: Es sollten halt Paspeltaschen werden, aber ganz gleichmäßig hat das nicht geklappt, sodass die eine Seite nun über der anderen liegt. Das ist zum Glück auf beiden Seiten gleichmäßig, sieht also aus wie gewollt und stört mich nicht im geringsten. Die Taschen liegen recht weit außen und oben bei so einer kurzen, offenen Jacke, ich nutze sie dementsprechend eh kaum. Fühlt sich eher unnatürlich an, die Hände quasi unter der Brust in die Jacke zu stecken.


Zum Abschluss soll die Jacke übrigens am Saum und an den Ärmeln gerafft werden. Ähm ja, das hat mein Außenstoff eher nicht mitgemacht, daher war der Schritt echt der schwierigste. Es ist etwas annehmbares dabei herumgekommen, finde ich. Allerdings gefällt mir der Armabschluss nicht so sehr. Am Handgelenk sitzt der Ärmel nun recht eng, also durchaus bequem, aber hochschieben oder gar krempeln geht auf keinen Fall. Eine weitere Lösung oder irgendwas mit Manschette und Ärmelschlitz hätte ich toller gefunden, dann könnte ich vielleicht sogar mit einem umgekrempelten Ärmel mein schönes Futter zeigen.


Aber insgesamt habe ich trotzdem eine gute Ergänzung für meinen Kleiderschrank genäht. Ich trage die Jacke im Moment recht gerne, obwohl es gerade heute wohl zu warm dafür werden wird. Vielleicht wage ich mich irgenwann nochmal an eine leichtere Version, dann auch krempelbar, so richtig für den Sommer. Aber vermutlich nicht mehr in diesem Jahr. Erstmal muss ich mich auch an die Optik gewöhnen und ein wenig herumprobieren, wozu ich die Jacke so tragen mag.

Verlinkt habe ich den Beitrag beim Me Made Mittwoch.




10. Mai 2017

Gestreiftes Latzkleid

Hallo ihr Lieben!

Dem Thema Latzklamotte stand ich ja recht lange eher skeptisch gegenüber. Ich konnte gar nicht einschätzen, ob mir das wohl stehen würde. Aber durch reines herumdenken und vorstellen lässt sich die Frage auch nicht lösen, also habe ich es einfach mal ausprobiert. Mein erstes Latzkleid hat dann überraschenderweise sofort einen Platz in meinem Herzen bekommen und wird hier sehr regelmäßig getragen. So regelmäßig, dass ich unbedingt ein zweites nähen wollte. Bei meinem Stoff und Stil Besuch im März nahm ich also einen schönen festen Baumwollstoff mit, Marine und Weiß gestreift. Das ist schon ganz schön viel Muster für mich. 


Der Stoff lag dann aber offensichtlich doch eine Weile im Regal. Ein paar spannendere Sachen kamen dazwischen, und die haben dann irgendwie immer Vorrang. Einen schonmal genähten Schnitt nähe ich auch gerne, aber er ist halt eher langweilig, man kann den Vorgang höchstens durch Details oder besonders ordentliche Verarbeitung etwas interessanter machen. Der Nervenkitzel, ob man alles richtig macht und etwas tragbares in der richtigen Größe herauskommt fehlt aber. 


Den entscheidenden Ruck hat mir dann Christiane gegeben. Uns beide verbindet eine ziemlich ähnliche Vorliebe für Schnitte und unsere Körpergröße. Als ich dann das gestreifte Latzkleid im Rahmen des Me Made May an ihr sah, habe ich erstmal eine Weile gelacht - nicht nur der gleiche Schnitt, sondern auch fast der gleiche Stoff - und dann mein Kleid zugeschnitten. Die komplette Arbeit war dann innerhalb eines Vormittages getan, ohne Eile, ganz gemütlich. Ein Näherfolg, wie er im Buche steht.


Ich habe Cleo wieder in Größe 5 genäht, wie beim letzten Kleid nach dem Schnitt von Tilly and the Buttons auch, und ebenso die längste Länge übernommen und den Schlitz weggelassen. Die Träger auf die mir angenehme Länge gekürzt und Latzknopfdinger angebracht. Die gab es bei Stoff und Stil leider nicht, habe ich aber hier vor Ort bekommen. Bei den Taschen habe ich mich diesmal gegen eine große Tasche auf dem Vorderteil entschieden, aber die zwei Taschen am Rückenteil wieder angenäht. Dort findet auf der Arbeit mein Schlüssel einen guten Platz und auch so sind Taschen an einem Kleidungsstück einfach toll. Für ein bisschen mehr Abwechslung habe ich die Taschen mit horizontalen Streifen ausgeschnitten.


Die Bilder sind nicht die schönsten, und das Kleid hatte mich zu dem Zeitpunkt auch schon einen ganzen Tag begleitet, daher die Knitterfalten. Aber das sollte ja nun nicht weiter stören, ihr könnt es euch hoffentlich vorstellen.

Auf den Me Made Mittwoch Blog erzählt Nina heute von ihrem schönen Kleid nach einer französischen Schnittmuster, und woher ihre Inspiration so kommt.


 

5. Mai 2017

Minimode

Hallo ihr Lieben,

ich habe mir gedacht, nachdem ich es schon nicht geschafft habe euch Mittwoch einen Beitrag zu tippen - strömender Regen war nicht so praktisch um Bilder zu machen, und Zeit gab es leider auch nicht - lasse ich euch heute ein paar süße Mini-Kleidungsstücke da, die ich in letzter Zeit hergestellt habe. Und hoffentlich habe ich am Wochenende Zeit für einen kleinen Foto-Marathon und kann alles wegknipsen, was ich für mich genäht und gestrickt habe, dann ist erstmal wieder für ein, zwei Wochen vorgesorgt.


Auch wenn das Schäfchen irre niedlich ist, das habe ich nicht selbst gemacht sondern mal geschenkt bekommen und dekorativ daneben gelegt. Die Aufmerksamkeit sollte daher mal kurz zu den beiden Mützen schwenken: Die habe ich nach der Anleitung der very basic baby beanie gestrickt, und sie sind genau wie versprochen sehr schnell und einfach runtergestrickt. Ich habe in beiden Fällen ein doppeltes Bündchen gestrickt und dieses hinterher nach innen geklappt und festgenäht, das sieht immer so schön aus dann am Gesicht. Beide ließen sich auf dem Sockenwunder ganz flott runternadeln und waren mir im Nachtdienst eine große Hilfe. Die einfarbige sollte eigentlich ein angefangenes Restknäul aufbrauchen, hat sie aber nicht, wie ihr seht, deshalb habe ich noch ein paar Reste Sockenwolle zusammengesammelt und eine gestreifte Beanie gestrickt. Ich stelle mir die Dinger sehr niedlich vor an so einem Babykopf!


In meiner Resteschale lag dann auch noch so ein halbes Knäul Merinowolle, worsted. Ich dachte, es würde für eine Tiny Pants reichen, aber für die Beinbündchen musste dann doch ein knallgelber Faden genommen werden. Nun erinnern sie sehr stark an einen gewissen Fußballclub und sobald einer der Fans in meinem Umkreis da eine Ankündigung macht steht fest, wer diese Hose bekommt. 


Noch ein Paar Söckchen, ich schrieb ja bereits, dass da mein Vorrat schwindet. Hier wollte ich eigentlich beide gleich gestalten, mit blauem Bündchen und Spitze ... nun ja, hat nicht gereicht, also musste ich das Schema für die zweite Socke ändern. So finde ich sie aber auch sehr witzig. Und die Farben sind einfach Bonbon-süß, sowas gibt es bei mir ja sonst nicht, aber für Babysocken finde ich die echt super. 


Ja, und dann hatte ich mir ja vorgenommen, auch mal meine Stoffreste ein bisschen zu reduzieren. Dafür habe ich ein paar Gratis Schnitte bei Pinterest rausgesucht und dann direkt mal mit einer kleinen Latzhose angefangen.(Den Schnitt kann ich grad auf Biegen und Brechen nicht wieder auftreiben. Tut mir Leid!= Ich finde Latzhosen bei Kindern ja total niedlich, und dann auch noch aus Jeans, hach. Die Tasche habe ich selbst erstellt und mich außerdem für das aufwändige andersfarbige Absteppen entschieden, aber nur so sieht es auch wirklich nach Jeans Latzhose aus. Die Beine sind kurz und die Träger verstellbar, theoretisch passt die Hose also bis Po oder Bauch nicht mehr reingehen. Die Hose ist übrigens obenrum mit einem Beleg verstürzt und da habe ich einen ganz kinderfreundlichen bunten Stoff mit Katzen drauf ausgewählt. Voll niedlich!


Und zu guter letzt noch eine klassische Pumphose. Der Stoff ist nicht dehnbar, grauer Flanell, deshalb habe ich die Beinteile eine Nummer größer zugeschnitten. Die Bündchen hatte ich noch da. Auch hier habe ich hinten die Schrittnaht und die innere Beinnaht abgesteppt, einfach weil es gleich viel cooler aussieht. 

Das waren die aktuellen Neuzugänge in meiner Babykiste. Es macht irgendwie auch Spaß, die Reste auszulegen und die kleinen Schnittteile darauf herumzuschieben und zu schauen, was sich noch daraus machen lässt. Alle kleineren Teile gebe ich ja immer in Kindergärten zum Basteln, die freuen sich darüber. So leert sich meine Restekiste hoffentlich nach und nach und es wird Platz für all die neuen Reste, die nunmal beim Nähen von Kleidung entstehen. 




1. Mai 2017

Auf und unter den Nadeln im Mai

Hallo ihr Lieben!

Dass der Mai begonnen hat, lässt sich ja immer schön am Feiertag merken. Ich habe glücklicherweise auch frei heute und bin gleich ein bisschen von meinem Wunsch nach Frühling gesteuert worden: Neue, dünne Bettwäsche ist aufgezogen, die Winterschlafanzüge und -jacken sind in einer Kiste verstaut, dafür hängt nun die Jeansjacke am Haken und ein kurzer Schlafanzug liegt auf dem Bett bereit. Vielleicht hilft das ja, auch das Wetter zu überzeugen, dass es gerne wärmer werden darf? 

Meine Projekte in diesem Monat spiegeln das aktuelle Wetter ziemlich gut wieder: wenig frühlingshaft, gedeckte Farben, aber immerhin variabel. 


Meine Kofte ist ziemlich gut gewachsen seit dem 1. April. Ärmel und Körper sind vereint, die ersten schrecklich fummeligen und engen Runden überstanden und ab jetzt wechselt es nur noch ab zwischen Abnahmerunde und einer ohne. Zum Glück werden es immer weniger Maschen, denn irgendwie finden mein rechter Ellenbogen und mein rechtes Handgelenk dieses Ungetüm nicht witzig und melden sich schnell mit Schmerzen, wenn ich zu lange daran stricke. Aktuell ist mir das grau ausgegangen, aber am Mittwoch treffe ich meine Lieblings Garndealerin und Strickpartnerin Sophia und werde mit Nachschub versorgt. Dann geht es hoffentlich schnell auf das Halsbündchen zu, und dann muss ich eigentlich nur noch steeken, also vorne aufschneiden, und die Knopfleisten anstricken. Und Knöpfe kaufen. Und annähen. Vielleicht noch ein schönes Band zur Verstärkung der Knopfleisten. Dann ist sie aber wirklich fertig! Ich möchte sie euch in diesem Monat gerne das letzte Mal "in progress" zeigen und spätestens Ende des Monats fertig haben. Dann muss sie zwar erstmal in eine Kiste und auf die kalte Jahreszeit warten, aber es heißt ja schließlich: Vorfreude ist die schönste Freude. 


Mein zweites Strickprojekt ist ein Tuch aus wunderbar feiner Merino-Kaschmir Wolle. Auch das wird gesteekt, aber bis dahin habe ich noch einiges vor mir. Allerdings habe ich in den nächsten beiden Wochen auch Fortbildung und schätze, dass ich da einiges schaffen kann. Das Tuch erhält zum Schluss noch einen andersfarbigen Rand, da bin ich mir noch unschlüssig ob ich ein drittes Grau reinwerfe und damit ein Universaltuch schaffe oder eine Knallfarbe. 
Die Anleitung Goosebumps gibt es bei Ravelry, und das komplett-Set aus Garn und Anleitung bei Sophia aktuell reduziert. Die Farbauswahl ist riesig, da ist für jeden was dabei. 

Sobald die Kofte fertig ist könnte ich mal wieder Ausschau nach einem großen Projekt halten. Eine dünne Strickjacke für den Übergang vielleicht, oder ein Pullover.


Meine Nähmaschine beschäftige ich in diesem Monat vor allem mit kleinen Geschenken. Da steht ein Abschied einer Kollegin bevor, Mutter- und Vatertag und ein Auftrag vom Brüderchen. Deshalb sind meine Pläne zu Nähprojekten für mich selbst auch eher vage. Ganz bestimmt aber möchte ich diesen Sweatshirtstoff vernähen, den ich bei Stoff und Stil vom Restetisch gegrabbelt habe. Es ist nichtmal ein Meter, soweit ich mich erinnere, aber ich fänd es super, einen Pullover rausgequetscht zu bekommen. In der aktuellen La Maison Victor spricht mich das Modell Bloom sehr an. Dafür bräuchte ich dann noch Reißverschlüsse und passendes Bündchen, denn das bekomme ich aus dem Stoff wohl nicht raus. Wenn ich schwarzes Bündchen nehme bleibt der Pullover trotzdem schön schlicht und ich hätte ein echt gutes Kombi-Teil. Mal sehen, ob das klappt. 


Mein erstes Latzkleid trage ich unerwartet gerne, zu allen Gelegenheiten und in allen möglichen Kombinationen. Es soll daher nicht das einzige in meinem Schrank bleiben. Ein ein gestreifter Stoff in Navy und weiß liegt schon gewaschen hier, also spricht nichts dagegen, bald durchzustarten. 

Und dann müsste ich mal meinen Kleiderschrank checken und schauen, was ich für die bald kommenden warmen Tage noch brauche. Ein, zwei Hosen vielleicht, lang aber dünn und flatterig. Kurze Hosen ganz sicher, aber da bin ich noch auf der Suche nach dem passenden Schnitt. Mit Oberteilen bin ich recht gut ausgestattet, aber ein, zwei Tops können auch nicht schaden. Mal sehen, was mir so einfällt!

Andere Maiprojekte finden sich wie jeden Monat bei Maschenfein ein.




28. April 2017

Die Farbe Gelb und das Suchen nach dem Tshirt Schnitt

Hallo ihr Lieben!

Bald ist schon Mai, das schöne Wetter hat kaum noch Ausreden, sich zurückzuhalten. Ich nähe auch schon fleißig an der Übergangsgarderobe und freue mich sehr, die neuen Teile bei Sonnenschein und warmen Temperaturen auszuführen. 
Wie ist das eigentlich bei euch, verändern sich die Farben eurer Stoffe mit der Jahreszeit? Ich persönlich bin ja eher Freund der dunklen Farben und trage diese gerne auch im Sommer, wogegen ich Pastell und ähnliches im Winter unpassend finde, daher auch kaum vernähe. 
Dann gibt es aber so Farben, die machen zu jeder Jahreszeit gute Laune, im Frühling dann aber doppelt so viel. Da gehört Gelb irgendwie mit dazu. Gelb ist auch die Farbe, die Selmin für den Monat April für die 12 Colors of Handmade Fashion ausgewählt hat. Daraufhin durchstöberte ich meinen Schrank nach gelben Kleidungsstücken, die ich selbst gemacht hatte.


Gar nicht mal so erfolgreich, genau ein Teil habe ich, in einem satten senfgelborange. Das ist ganz bestimmt ein existierendes Wort für eine existierende Farbe. Also, die Jacke: Habe ich Anfang des letzten Jahres gestrickt und mag ich sehr. Vor allem natürlich die Farbe, herrlich, als hätte man einen Sonnenuntergang verstrickt. 

Passend zum Mangel an Gelb und der nominierten Farbe hatte ich schon vorher, also quasi per Vorahnung, bei einem Besuch bei Stoff und Stil gelben Jersey vom Restetisch mitgenommen. Die Farbe und die Haptik hatten mich sehr angesprochen, so weich und fließend! Der Jersey besteht aus Micro Modal und ein wenig Elasthan, ist mir so bisher auch noch nicht unter die Nadel gekommen. Anderthalb Meter hatte ich, aber lange keinen Plan, was ich daraus machen wollte. Die tolle fließende Struktur ließ mich erst Richtung Kleid steuern, ich dachte an etwas wie das Ebony Tee. Dann zweifelte ich aber, weil der Jersey auch echt dünn ist, ob das Ganze dann nicht irre schlabberig und ausgehängt wird.


Also nutzte ich den günstigen Stoff um mich einem anderen Vorhaben zu widmen: Einen Grundschnitt für ein eher lockeres Shirt zu finden. Das habe ich schon länger vor, denn unifarbene lockere Shirts trage ich sehr gerne, bisher aber nur gekauft, das muss ja wirklich nicht mehr sein. Ich habe den Schnitt von einem dieser Shirts abgenommen und nur 5cm in der Länge hinzugegeben, ansonsten alles belassen. Natürlich lässt sich der Ausschnitt noch relativ einfach verändern, bei dem dünnen Stöffchen wollte ich ihn aber lieber gar nicht weiter haben.


Schnitte von Kaufkleidung abzunehmen* gefällt mir mittlerweile sehr! Ist ein günstiger Weg um sich langsam einem guten Schnitt anzunähern. Hätte ich einen T-Shirt Schnitt gekauft, müsste ich mich erstmal nach der richtigen Größe umschauen, wüsste nicht wie es sitzt etc. Für die Basic Teile finde ich, ist das eine gute Alternative. Mit meinem Shirt bin ich vom Sitz her auch erstmal zufrieden. Den Ausschnitt würde ich gerne nochmal variieren, oder mal eine Tasche aufnähen oder sonstwas. Aber er darf als Grundschnitt bleiben. 


Die Schulternähte habe ich mit einem Stückchen Band verstärkt, das näht man vorher mit Zick-Zack Stich auf das Rückenteil. Dann habe ich wie gewohnt Schulternähte geschlossen, Ärmel eingesetzt, Seitennähte geschlossen und mich zuletzt um die Säume gekümmert. Weil der Jersey so dünn ist und meine Maschine im elastischen Geradstich den Stoff mit zu viel Druck hin- und herschiebt, sodass sich die Nähte dehnen, habe ich Ärmel- und Körpersaum nur umgebügelt und mit einem Zick-Zack Stich festgenäht. Für den Halsausschnitt habe ich einen Jerseystreifen zugeschnitten und damit die offene Kante verstürzt, hier ebenfalls mit Zick-Zack abgesteppt. Und ja, das Shirt hätte gebügelt werden dürfen, aber das hat einfach niemand gemacht, tse.


Ich habe übrigens ein kleines Gelb-Trauma (und bei Grün auch ein bisschen), meine Mama mag diese Farben nämlich nicht. Als Teenie habe ich dann mal in ihrem Beisein ein hellgelbes Top anprobiert, kam aus der Umkleide und meine Mama sagte "Bah.". Trotzig musste ich es dann natürlich erst recht haben - Teenies. Hellgelb würde ich heute nicht mehr für mich auswählen, bin aber der Meinung, senfgelb steht mir eigentlich ganz gut. Was meint ihr dazu? Und natürlich bin ich meiner Mama nicht böse deswegen, sondern schmunzel darüber. Sie mit ihren blonden Haaren wäre in Gelb auch bestimmt nicht gut gekleidet, aber ich bin dann doch ein ganz anderer Farbtyp. 


* Ist das eigentlich auf irgendeine Art und Weise Diebstahl? Weil die Firmen ja auch einen Schnitt haben und diesen nicht zur Verfügung stellen?


26. April 2017

Jeanskleid Rosa

Hallo ihr Lieben!

Am heutigen Me Made Mittwoch zeigt Carola ein Wickelkleid, das ich sehr schön finde. Das sagt schon was, Wickelkleider mag ich sonst nicht!
Auch ich bin mit einem Kleid dabei.


In letzter Zeit habe ich so einige Schnitte von Tilly and the Buttons genäht. Der Stil gefällt mir bei vielen Kleidungsstücken sehr. Vor einiger Zeit war ich dann auf der Suche nach einem neuen Hemdblusenkleid für mich. Bisher hatte ich Hawthorn genäht, war dort mit der Kragen- und Ausschnittform aber überhaupt nicht zufrieden. Ein Kragen mit Beleg macht in meinen Augen überhaupt keinen Sinn. Beide Kleider sind mittlerweile weg oder auf der Abschussliste. Ein neues sollte her, zum Durchknöpfen, gerne etwas weniger "schick" und sportlicher, also ein wenig schmaler im Rockteil. Dann bin ich auf Rosa gestoßen, die Beispiele im Netz und war verliebt.


Erstmal ist es schonmal sehr praktisch, dass der Schnitt sowohl eine Blusen- als auch eine Kleidvariante liefert. Zusätzlich zu den enthaltenen 3/4-Ärmeln gibt es online noch lange Ärmel, für die ich mich dann auch entschieden habe. So halbe Sachen gefallen mir bei Ärmeln meistens nicht, vor allem aber bei Blusen. Wenn man dann nämlich da was drüberziehen will weil kalt, dann gibt das so dicke Knubbel am Unterarm, nee, lieber nicht. Und lange Ärmel kann man ja immer noch hochkrempeln wenn warm, also viel besser!
Damit die langen Ärmel auch bei mir lang sind, habe ich 6cm hinzugefügt, ebenso beim Kleid. Insgesamt habe ich eine Größe 5 genäht. Bei Oberteilen reicht mir immer eine 4, aber wenn der Po mit reinkommt muss ich auf 5 ausschweifen. Und weil ich zusätzlich auch recht breite Schultern habe und der Stoff eher fest ist habe ich halt insgesamt eine 5 genommen. Das war eine gute Entscheidung, das Kleid sitzt bequem und beweglich und trotzdem nicht schlabberig, finde ich.


Die Länge ist so erstmal gut, ein paar Zentimeter mehr können aber sicher auch nicht schaden, vor allem wenn ich nochmal eine sommerliche Variante nähe, ohne Ärmel vielleicht und dann auch geplant mal ohne Strumpfhose, dann fühle ich mich immer sicherer wenn der Rockteil etwa bis zum Knie geht. 
Taschen sind im Schnitt leider nicht enthalten, die habe ich selbst eingebaut. Zum ersten Mal ist mir das wirklich gelungen! Sie sind auf einer perfekten Höhe, genau zwischen der netten Delle über dem Hüftknochen und der breitesten Stelle des Beckens, tragen daher nicht auf. Und ich finde sie sofort, bisher hatte ich sie immer zu tief oder zu hoch, da war das Hineingreifen dann immer ein kleiner Akt mit viel Gesuche. 


Den schönen Jeansstoff habe ich wieder aus dem örtlichen Lieblingsladen. Schon der dritte Stoff in Folge von dort, wenn man meine letzten Beiträge anschaut. Einer liegt noch im Regal, dann muss ich wohl mal wieder Nachschub besorgen. 
Passend zum Jeansstoff habe ich mich für goldgelbe Absteppung entschieden. Das Garn ist kein Absteppgarn von der Dicke her, aber ich finde die Farbe passt da sehr gut. Es hält zwar immer etwas auf, dieses Gewechsel der Garnrollen, aber sieht eben auch echt gut aus!


Drei Dinge sind auf diesem Bild sichtbar, die ich beim nächsten Mal ändern würde. Zum einen finde ich, sitzen die Taschen zu hoch. Laut Schnittmuster sollen sie oben mit der Passe abschließen, steht aber zumindest mir nicht so wirklich. Die würde ich also nach unten versetzen. Dann habe ich, um die anderen Absteppungen aufzunehmen, die Taschen ebenfalls recht breit abgesteppt. Sieht ein bisschen schludrig aus und mache ich auch nicht nochmal. Und zuletzt: Die Falten unten am Ärmel (hier nicht wirklich zu sehen) werden einige Zentimeter zugenäht. Das finde ich optisch auch nicht soo schön und würde es beim nächsten Mal lassen. Aber alles zusammen eher Kleinigkeiten, die mir das Kleid nicht madig machen können.


Interessant war für mich die hintere Passe, bisher habe ich nur gerade Passen genäht, sowohl bei Männerhemden als auch Blusen. Laut Schnittmuster ist übrigens nur eine Passe vorgesehen, ich habe aber noch eine aus einem schönen bunten Baumwollstoff zugeschnitten und gedoppelt. So gibt es weniger schäbige Nähte, außerdem mag ich den Schritt wo alles zwischen den beiden Passen zusammengerollt wird so gerne. Weil ich mich dazu entschieden hatte musste ich dann auch meine Absteppung etwas ändern; eigentlich wird die Schulternaht nach vorne hin gebügelt und abgesteppt, war bei mir durch die doppelte Passe natürlich nach hinten hin "eingefangen" und so habe ich sie dann auch abgesteppt. Genauso bei der Naht zwischen Passe und Rückenteil, auch dort sollte nach unten gebügelt und gesteppt werden, habe ich geändert. 


Eine Sache habe ich noch anders gemacht als laut Anleitung geplant: Die wollten nämlich von mir, dass ich erst die Ärmel einsetze und dann in einem Rutsch die Seitennaht von Ärmel und Körper schließe. Ich war immer der Meinung, das wäre eine Variante für dehnbare Stoffe, für Ärmel die eingehalten werden müssen aber nicht so wirklich geeignet. Also habe ich das ignoriert, erst die Seitennähte separat geschlossen und dann den Ärmel als fertigen Schlauch eingenäht. Das sind so Dinge, die man mit der Zeit als Vorliebe entdeckt. Ebenso habe ich erst die Manschetten und Ärmelschlitzsachen genäht bevor ich den Ärmel eingenäht habe. Ich finde es viel einfacher nur einen Ärmel um meine Nähmaschine rumzuwirbeln als einen Ärmel mit einem ganzen Kleid dran, voll anstrengend.


So, mehr fällt mir nun beim besten Willen nicht ein zu meinem Jeanskleid. Ich bin sehr zufrieden mit dem guten Stück, trotz seiner kleinen Fehler. Ich habe daraus gelernt und weiß nun noch ein paar Dinge mehr, die mir wichtig sind bei einem Kleidungsstück, das ist doch gut. 

Ich vermute, dass mir so ein Jeanskleid sehr gefehlt hat in der Garderobe. Man ist sofort gut angezogen, trotzdem ist es aber eher sportlich. Daumen hoch von mir!



15. April 2017

Maritimer Streifenrock

Hallo ihr Lieben!

Wie bereits angekündigt, gibt es noch einen zweiten Rock aus dem Probenähen für Lotte&Ludwig. 


Für die zweite Version des Abenteuerlust Schnittes habe ich einen fein gestreiften Webstoff verwendet. Der erinnert mich total an mein Kleid Ditte, nur das dieser Stoff etwas fester ist und damit perfekt für einen Rock. 


Die technischen Details sind eigentlich genau dieselben: Größe 40 mit etwas Bunderweiterung da genau zwischen zwei Größen, längste Länge plus 5cm da Storchbeine. Allerdings habe ich bei der Innenverarbeitung ein wenig mehr Zeit investiert und den Saum sowie die Knopfleisten mit einem Schrägband verstürzt, sodass die versäuberten Kanten nicht so offen zu sehen sind, das finde ich immer nicht so schön, da ich ja nur mit meiner Nähmaschine versäubere, die echt immer Unsinn anstellt mit dem Stoff. 


Streifen lassen ja immer einges an Möglichkeiten der Musterführung zu. Die Streifen gingen längs über den Stoff, daher habe ich Kleinigkeiten wie Bund, Tascheneingriff und Gürtelschlaufen quer zum Fadenlauf zugeschnitten. Ich mag den Kontrast, der sich dadurch ergibt, und so brauche ich auch gar nicht versuchen irgendwelche Streifen aufeinander treffen zu lassen, was nachher sowieso nicht funktioniert. Gewitzt, wa?


Die Tascheneingriffe und der Bund werden übrigens verstärkt, also kann man durchaus ein wenig mit dem Fadenlauf spielen ohne Angst haben zu müssen, dass sie sich stark dehnen lassen oder sowas. 


Für diesen Rock habe ich in meiner Knopfkiste ein tolles Set aus sechs kleinen und einem großen Knopf gefunden, dunkelblau auf silber. Toll, dachte ich, allerdings sind sie auch recht hoch (von der Seite gesehen) und machen daher ein wenig Dellen, so durch die Knopflöcher gepresst, die eventuell etwas größer hätten sein können. Ähem. 


Während der bordeauxrote Cordrock wohl eher was für Herbst und Winter ist, finde ich meine gestreifte Version super für den Frühling und Sommer. Abenteuerlust für jede Jahreszeit, wie passen!

Zum Schluss noch die obligatorischen Links für euch:

Schnittmuster bei DaWanda
Schnittmuster bei Makerist
Lotte&Ludwig Facebookgruppe mit ganz vielen Bildern vom Probenähen

Und dann wünsche ich euch wunderbare Osterfeiertage mit ordentlich Schokolade und Sonne und Zeit für kreative Ausbrüche.


 

11. April 2017

Wenn euch die Abenteuerlust packt

Hallo ihr Lieben!

Im vorvorletzten Beitrag zu meinen Projektvorhaben dieses Monats habe ich schon ein wenig gespoilert: Röcke standen weit oben auf dem Programm. Svenja vom Label Lotte&Ludwig hatte mal wieder zum Probenähen aufgerufen und warb mit einem Rock mit Taschen und Knopfleisten. Da in meinem Schrank ein akuter Mangel an Röcken herrscht, habe ich mich beworben und war kurze Zeit später mit im Team. Stoff war schnell besorgt, allerdings war ich da doch ein wenig übermütig und habe für drei Röcke eingekauft. Das war dann zeitlich nicht mehr machbar, es sind lediglich zwei Röcke nach dem Schnitt entstanden. Das ist gar nicht weiter dramatisch, sorgt für mehr Abwechslung in der Garderobe wenn der übrig gebliebene Stoff nun zu einem anderen Rock wird. 


Für das erste Exemplar habe ich mir streichelweichen, fließenden Cord in Lieblingsbordeaux ausgesucht. Den habe ich im örtlichen Lieblingsstoffladen erstanden. Ich habe den Rock in einer Zwischengröße genäht, da mein Taillenumfang ganz genau zwischen zwei Größen lag. Svenja gibt in ihrem Ebook an, wie dies gemacht werden muss. Auch andere Anpassungen wie Hohlkreuz oder viel Po im Vergleich zu schmaler Taille deckt sie ab. 


Neben den Taschen ist vor allem die Knopfleiste der Hingucker an diesem Rock. Ich habe mich hier für Anorakknöpfe, also Druckknöpfe entschieden, da diese am besten aussahen zu dem Stoff. Für den Verschluss des Bundes war mir ein Druckknopf aber zu unsicher, da habe ich einen passenden Einzelknopf aus meinem Fundus verwendet. Das war eine gute Entscheidung, sonst wäre mir das gute Stück sicherlich bei jedem Hinsetzen und Essen geplatzt. Gibt der Aussage "Ich bin so satt, ich platze" gleich viel mehr Nachdruck, wollte ich aber trotzdem nicht. 


Die angemessene Weite erreicht der Rock durch insgesamt vier Falten, zwei im vorderen Rockteil, zwei im hinteren. Die tragen wieder erwarten überhaupt nicht auf, lassen sich einfach nähen und machen den Unterschied zu anderen, schlichten Rockschnitten. 


Es gibt den Rock in drei Längen zu nähen, Mini, "knielang" und "über dem Knie". Die Anführungszeichen deshalb, weil das logischerweise nur auf Frauen zutrifft, die der Größe entsprechen, die für den Schnitt vorgesehen ist. Für meine Variante habe ich die längste Version nochmal um 5cm verlängert, wobei 2cm davon wieder für den Saum draufgegangen sind. Aber so habt ihr in etwa eine Vorstellung. Die Länge finde ich so super, klar geht kürzer auch, dann fühle ich mich aber weder sicher vor ungewollten Einblicken, noch mag ich den Rock zur Arbeit anziehen. Und, ich meine, der Rock hat Taschen, also will er mit mir auf die Arbeit gehen!


Der Cordstoff macht an der Pattentasche einen tollen Effekt, da die "Rippen" hier quer verlaufen anstatt längs, wie beim Rest des Rockes. Das erfreut das detailverliebte Nähherz. Auch der perfekt passende Futterstoff hat mich sehr erfreut, leider kann den eigentlich niemand sehen. Hach. 


Ich bin sehr zufrieden mit meinem Werk, der Rock passt, fügt sich gut in meine Garderobe ein und füllt das Loch. Wir im Probenäh-Team haben ihn im mittleren Schwierigkeitsbereich eingeordnet, da sowohl Knopflöcher als auch ordentliches Legen der Falten durchaus nicht mal eben gemacht sind. Allerdings könnten sich Anfänger hier auch mit ein paar Tricks behelfen, beispielsweise Druckknöpfe nutzen, Gürtelschlaufen weglassen ... 

Ein paar hilfreiche Links zum Schluss:

Schnittmuster bei DaWanda
Schnittmuster bei Makerist

Einen weiteren Rock nach diesem Schnitt kann ich euch noch zeigen, der sieht auch echt nochmal anders aus. Ihr könnt euch also darauf freuen! :) 





8. April 2017

Die wunderbare Welt des Mäckie Messer

Hallo ihr Lieben!

Nach Paff und Waldemar habe ich noch ein drittes Muster aus Sophias Fräulein Wunder - Sockenmuster - Kollektion getestet. Mittlerweile gibt es alle Muster bei ihr im Shop als Set vergünstigt, einzeln eben dort und einzeln auf Ravelry zu erstehen, also zeige ich euch doch auch die letzte Socke, die ich daraus gestrickt habe.


Mäckie heißen diese zwei hübschen Socken um die zwei platten Füße. Die Socke wird mit zwei verschieden farbigen Garnen gestrickt, dabei können tolle Effekte erzielt werden, wenn eines der Garne einen Farbverlauf hat. Ich persönlich habe mich aber für zwei unifarbene Garne entschieden, beides Sockenwolle von Regia, einmal Flanell, einmal Loden. 


Auch wenn es so aussieht, es wird nicht mit beiden Farben gleichzeitig gestrickt, sondern jeweils nur eine Farbe pro Runde. Der Schwierigkeitsgrad ist daher gegenüber einfarbigen Socken nicht sonderlich erhöht. 
Am Bein wird das Muster rundherum gestrickt, am Fuß nur auf der Oberseite, unten für die Bequemlichkeit glatt rechts. 


Bündchen, Ferse und Spitze werden einfarbig gestrickt. Da Sophia ihre Socken - Kollektion vor allem für das Sockenwunder entworfen hat, wird die Ferse nachträglich eingestrickt. Im Endeffekt könnt ihr das aber alles euren Bedürfnissen anpassen - Ferse auf dem üblichen Wege, Socke auf dem Nadelspiel oder Magic Loop, ist alles umsetzbar, ohne Probleme.


Nochmal eine Nahaufnahme vom Muster, und dann verabschiede ich mich zurück ins Wochenende und melde mich nächste Woche mit etwas Genähtem zurück. Habt es schön!